Sa, 1.10.22: Vortrag "Wahrheit, Widerstand und selbstloses Handeln. Mahatma Gandhis Ethik der Gewaltfreiheit" von Clemens Jürgenmeyer

Herzliche Einladung zum öffentlichen Vortrag mit anschließender Diskussion
im Rahmen der Jahres-Mitgliederversammlung 2022 der Indienhilfe e.V. Herrsching

"Wahrheit, Widerstand und selbstloses Handeln.
Mahatma Gandhis Ethik der Gewaltfreiheit"

von
Clemens Jürgenmeyer

Wann: Samstag, 1. Oktober 2022, 10.30 bis 12.00 Uhr
Wo: Welthaus „Alte Schule“, 1. OG (leider nicht barrierefrei), Luitpoldstr. 20, 82211 Herrsching - keine Parkplätze am Haus
Hygiene: Tragen einer FFP2 Maske; aktueller Corona-Test (kein Selbsttest) oder 3G-Nachweis
Anmeldung: möglichst bis Dienstag, 27. September 2022 an email@indienhilfe-herrsching.de (damit wir Bestuhlung besser vorbereiten können)

Mahatma Gandhi, dieses dürre Männlein mit Wickeltuch und Wanderstab, gilt allgemein als der furchtlose Kämpfer, der mit den Mitteln des gewaltlosen Widerstands die Unabhängigkeit Indiens von der übermächtigen britischen Kolonialmacht im August 1947 errungen hat. In seinem Heimatland ist er überall präsent, auf Bildern, als Statue auf öffentlichen Plätzen, als Namensgeber vieler Institutionen und natürlich in den Sonntagsreden der Politiker. Indien hat Gandhi zum Heiligen erhoben, der respektvoll „Father of the Nation“ tituliert wird. Auch außerhalb Indiens weckt Gandhi immer wieder das Interesse einer breiten Öffentlichkeit. Allein, die Reduktion seines Wirkens auf die Praxis des gewaltlosen Widerstands verschweigt den wahrhaft revolutionären Gehalt seines Denkens und Handelns und nimmt ihm so Brisanz und Aktualität.

Wer war dieser Mensch, der zweifelsohne die Geschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgestaltet hat und auch heute noch für viele Menschen wohl in erster Linie aufgrund der von ihm repräsentierten Praxis der Gewaltlosigkeit eine bedeutende Persönlichkeit darstellt? Welche Gedanken oder gar welches Denkgebäude verbinden sich mit seinem Namen? Und was hat er uns heute, über sieben  Jahrzehnte nach seinem gewaltsamen Tod am 30. Januar 1948, noch zu sagen?

photo_Juergenmeyer_Clemens_GermanyDer Referent:
Clemens Jürgenmeyer studierte Sozialwissenschaft und Indologie und ist heute assoziierter Mitarbeiter des Arnold-Bergstraesser-Institus an der Universität Freiburg. Er beschäftigt sich seit fünf Jahrzehnten mit der Gesellschaft, Politik und Kultur Indiens, so mit dem politischen System und seiner Dynamik, dem Hindunationalismus und der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Mit Mahatma Gandhi kam er zum ersten Mal in seinem ersten Semester in Berührung, danach beschäftigte er sich immer wieder mit seinem Denken und seinem politischen Handeln. Zahlreiche Aufenthalte in Indien ermöglichten es ihm, einen Einblick in die alltägliche Praxis der indischen Gesellschaft zu erhalten.

 

Im Anschluss beginnt um 13 Uhr die Jahres-Mitgliederversammlung der Indienhilfe, zu der Sie herzlich eingeladen sind, auch als Nicht-Mitglied!
Programm und weitere Informationen HIER

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